Der Wandel der Arbeitswelt
Die Arbeitswelt hat sich gewandelt. So arbeiten heute nur noch 25% der Menschen körperlich, 62% sind reine Wissensarbeiter. Die Halbwertszeit des „Wissens” wird gleichzeitig immer kürzer, weshalb es zunehmend darauf ankommt, Innovationen schnell umzusetzen.
Mitarbeiter arbeiten nicht mehr nur lokal, sondern global zusammen. Auch externe Mitarbeiter und Freiberufler müssen Zugriff auf relevante Informationen haben. Teamarbeits- und Projektstrukturen lösen strenge hierarchische Ebenen ab. Die Flexibilisierung der Arbeitswelt erfordert einen neuen Ansatz, die Arbeitswelt zu organisieren.


Den Wandel aktiv gestalten
Führungskräfte, Entscheider und Mitgestalter, die vorausschauend die Zukunft ihres Unternehmens planen wollen, müssen auf diese Anforderungen reagieren. Oft gibt es Bedenken und Ängste gegenüber neuen Systemen, die viel Transparenz erzeugen und dadurch vermeintlich einen Machtverlust mit sich bringen. Daran müssen sich Unternehmensführungen erst gewöhnen.
Ein deutliches Zeichen für den angesprochenen Wandel ist der Paradigmenwechsel, der sich in den letzten Jahren im Internet vollzogen hat. Der Wandel – das Aufkommen von großen Communities und Content-Netzwerken – ist allerdings kein rein technologischer Prozess. Vielmehr basiert er auf der Generierung der Inhalte und deren Organisation. Es ist ein Wandel von der Erstellung durch Einzelne zur Erstellung durch Viele. Damit einher geht eine wahre Flut von Inhalten, die kategorisiert, organisiert und bewertet werden will. Die Erstellung und Bewertung von solch umfangreichen Inhalten kann nur mit kollaborativen Methoden bewältigt werden.
Innerhalb weniger Jahre werden solche Methoden auch in Unternehmen weit verbreitet sein. Impulsgeber wird unter anderem die Generation heutiger privater Nutzer von sozialen Anwendungen sein. So genannte „Social-Software” ermöglicht es, dass Menschen sich vernetzen, Kontakte knüpfen oder durch computergestützte Kommunikation kollaborieren.
Die Software gibt keine Struktur vor, sondern enthält Mechanismen, die mit der Zeit die individuellen Muster und Strukturen menschlicher Interaktionen abbilden. So lässt sich Selbstorganisation als Leitmotiv des Enterprise 2.0 ausmachen.
In diesem Zusammenhang gerät das Thema „Collaboration” in den Fokus.

